Schließen

Sichererer Mandanten Login

Über unser Online Portal können Sie Ihre individuellen Daten und Auswertungen sicher und bequem abrufen. Suchen und finden Sie Ihre Belege einfach und bequem. Alle Ihre Belege bleiben 10 Jahre in digitaler Form archiviert und stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Für den geschlossenen Bereich „MyDATEV“ benötigen Sie DATEV mIDentity oder eine DATEV-SmartCard.

Social Media

Steuernews für Ärzte

Weitere Artikel der Ausgabe Sommer 2017:

Steuernews abonnieren

Wollen Sie auf dem neusten Stand bleiben und immer die aktuellsten News lesen?

Lesen Sie mehr

Newsletter abonnieren

Wollen Sie laufend aktuelle Informationen und News aus unserer Kanzlei per E-Mail erhalten?

Lesen Sie mehr

Lohnzahlungen für Bereitschaftsdienstzeiten

Lohnzahlungen für Bereitschaftsdienstzeiten

Steuerfreie Lohnzuschläge

Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit sind grundsätzlich steuerfrei (§ 3b Einkommensteuergesetz/EStG). Dies gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Zuschläge nur für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit gezahlt werden. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Urteil bestätigt (vom 29.11.2016, VI R 61/14).

Bereitschaftsdienstzeiten

Ärztinnen und Ärzte erhalten für Bereitschaftsdienste an Wochenenden oder Feiertagen vielfach eine Pauschalvergütung zum Grundlohn hinzu. Gewährt der Krankenhausträger, wie im Streitfall, diese Pauschalvergütungen ohne Rücksicht darauf, ob die Ärztin/der Arzt die Tätigkeiten an einem Samstag oder an einem Sonn- und Feiertag erbringt, liegt keine lohnsteuerfreie Zusatzvergütung vor. Im Streitfall erhielten die Assistenzärzte eines Krankenhauses an Samstagen für die Zeit von 13.00 Uhr bis 20.00 Uhr einen Lohnzuschlag. Die Finanzverwaltung behandelte die Zuschläge als steuerpflichtig.

BFH-Urteil

Der BFH folgte der Auffassung der Finanzverwaltung. Zuschläge, die neben dem Grundlohn geleistet werden, „dürfen nicht Teil einer einheitlichen Entlohnung für die gesamte, auch an Sonn- und Feiertagen oder nachts geleistete Tätigkeit sein“, so der BFH. Darüber hinaus fordert der BFH, dass arbeitsvertraglich zwischen Grundvergütung und den Erschwerniszuschlägen unterschieden wird. Es ist ferner ein Bezug zwischen der zu leistenden Nacht- und Sonntagsarbeit und der Lohnhöhe herzustellen.

Fazit

Ärztinnen und Ärzte, die eine Versteuerung ihrer Lohnzuschläge vermeiden wollen, sollten ihre tatsächlich erbrachten Arbeitsstunden an Sonn- und Feiertagen sowie zur Nachtzeit einzeln aufzeichnen bzw. eine Einzelaufzeichnung durch entsprechende Arbeitszeiterfassung durch den Arbeitgeber sicherstellen.

Stand: 29. Mai 2017

Kanzleimarketing Steuerberater
Mobile Version
Roth und Munch Steuerberatungsgesellschaft, Partnerschaftsgesellschaft mbB Roth und Munch Steuerberatungsgesellschaft, Partnerschaftsgesellschaft mbB - Konz Granastraße 34 54329 Konz Deutschland +49 6501 9365-0 +49 6501 9365-30 roth-munch.de 49.698986 6.572314
Roth und Munch Steuerberatungsgesellschaft, Partnerschaftsgesellschaft mbB Roth und Munch Steuerberatungsgesellschaft, Partnerschaftsgesellschaft mbB - Saarburg Boemundhof 1 54439 Saarburg Deutschland +49 6581 9150-0 +49 6581 9150-30 roth-munch.de 49.608674 6.550741